„Mit dem Übereinkommen „zur nachhaltigen
Bewirtschaftung aller Wälder der Erde“ gibt es erstmals in der Geschichte der
internationalen Forstpolitik eine weltweit verpflichtende Definition
nachhaltiger Waldbewirtschaftung.“ freute sich Bundeslandwirtschaftsminister
Horst Seehofer heute am Rande der Kabinettssitzung in Berlin. „Das
Übereinkommen ist ein großer Erfolg – für die Wälder der Erde und für die
deutsche EU-Ratspräsidentschaft.“
15 Jahre nach der Umweltkonferenz von Rio 1992
gelang damit auf der 7. Sitzung des Waldforums (UNFF) der Vereinten Nationen in
New York vom 16. bis 27.04.2007 erstmals der Durchbruch zu einem
internationalen Waldübereinkommen.
„Unser langjähriges Engagement im Waldbereich
ermöglichte eine glaubwürdige Verhandlungsführung für die EU und eine
Brückenbildung in alle Richtungen“, so Seehofer weiter.
Nach mehreren Jahren der Lähmung verleiht die
Unterzeichnung dieses Übereinkommens der nachhaltigen Bewirtschaftung und
Erhaltung der Wälder weltweit neuen Schub. In den nächsten zwei Jahren soll
geprüft werden, wie die bestehenden internationalen Finanzierungsmechanismen zur
Umsetzung des Übereinkommens bestmöglich genutzt werden können. Des Weiteren
wurde ein mehrjähriges Arbeitsprogramm für UNFF bis zum Jahr 2015
verabschiedet, das die Umsetzung des Übereinkommens begleiten soll und darüber
hinaus aktuelle Schwerpunktthemen (z.B. der Beitrag der Wälder zur biologischen
Vielfalt und zur Klimaerhaltung) aufgreift.
Die nun erzielte Einigung wurde nicht zuletzt
auch durch eine gut abgestimmte und sehr konstruktive Verhandlungsführung der
Gruppe der afrikanischen Staaten, angeführt durch Nigeria ermöglicht.