Bundeslandwirtschaftsminister begrüßte den vorgelegten Bericht der
EU-Kommission
Der Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft
und Verbraucherschutz und amtierende Präsident des EU-Agrarrats,
Horst Seehofer, begrüßte vor Kurzem in Brüssel den von der EU-Kommission
vorgelegten Bericht zur Umsetzung der Cross-Compliance-Regelung. „Dieser Bericht
enthält wichtige Vorschläge für eine sachgerechte und pragmatische Umsetzung
von Regelungen, die für die Landwirtschaft zentrale Bedeutung haben.“ erklärte
der Minister.
„EU Kommissarin Fischer-Boel hat Wort gehalten“,
ergänzte er. „Sie hat sich mit mir vor gut einem Jahr darauf verständigt, dass
die Kommission ihren Bericht bereits unter der deutscher Präsidentschaft
vorlegt, um frühzeitig auf der Grundlage der zwischenzeitig erworbenen
Erkenntnisse pragmatische Anpassungen im Verfahren vorzulegen.“
Erfreut zeigte sich der Minister auch darüber,
dass alle wesentlichen Vorschläge der deutschen Ratspräsidentschaft von der
EU-Kommission aufgegriffen wurden. So enthalte der Bericht Verbesserungen im
Hinblick auf
- die Einführung einer
Bagatellgrenze für geringfügige Verstöße,
- die Vereinheitlichung der
Kontrollquote von 1 % der Betriebe,
- Möglichkeiten der
Vorabunterrichtung über Kontrollen in geeigneten Fällen,
- das Absehen von Kürzungen
bei geringen Beträgen, und
- die Einbeziehung der
Ergebnisse von Betriebsberatungen mit Qualitäts- und Management-Systemen.
„Ich begrüße auch die Ankündigung, die
10-Monats-Regelung zu ändern.“ Denn: „Jede sachgerechte Vereinfachung erhöht
die Akzeptanz von Vorschriften.“ so der Minister. Nach der derzeitigen Regelung
hätten Landwirte nur dann Anspruch auf Direktzahlungen, wenn eine mit einem
Zahlungsanspruch angemeldete Fläche für einen vorher festzulegenden Zeitraum
von 10 Monaten im Betrieb vorhanden sei. Diese Regelung habe bei
Flächenwechseln zu Problemen geführt und sei mit einem unnötigen Verwaltungsaufwand
verbunden gewesen.
Bundesminister Seehofer äußerte
die Erwartung, dass nun im Rat intensiv und konstruktiv über den Bericht
diskutiert werde. Ziel sei es, noch während der deutschen Präsidentschaft zu
politischen Schlussfolgerungen im Hinblick auf das weitere Vorgehen zu kommen.
“Es ist für unsere Landwirte wichtig, dass noch in diesem Jahr entsprechende
Regelungen verabschiedet und Vorschläge für Änderungen von Ratsverordnungen
vorgelegt werden, um schnell konkrete Vereinfachungen zu erreichen!“